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07.12.2022     Blog-Kategorie: Sonstige Beiträge im Bachblüten Blog

Tags: Eingekochtes, Eingemachtes, einwecken, einkochen

Warum ist Eingekochtes so lange haltbar?

Einkochen hat eine lange Geschichte, die bereits im 18. Jahrhundert anfing.
Wir wissen aus Erfahrung, dass eingekochte Speisen länger haltbar sind. Doch wieso ist das so?
Und haben Sie sich einmal gefragt, wie es dazu kam?

Die Erfindung des Einkochens

Schon Napoleon hat nach Möglichkeiten gesucht, auf seinen Feldzügen die nötigen Nahrungsmittel mitzunehmen. 1795 hat er ein Preisgeld ausgeschrieben für denjenigen, der ein Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln erfindet. Da war die Firma Weck noch lange nicht gegründet. Heutzutage verbinden wir Eingekochtes mit Gläsern. Aber damals wurden erst einmal durch Otto von Guericke Experimente mit Vakuum durchgeführt und der Physiker Denis Papin entdeckte den Zusammenhang zwischen Dampferhitzung und Vakuum. Den nächsten Schritt machte dann der Koch Francois Nicolas Appert. Er erkannte die Wirkung von Fäulnisbakterien und beschäftige sich mit deren Abtötung.
Appert erhielt dann auch das Preisgeld von Napoleon. Abgekochte Lebensmittel wurden in Glasblasen abgefüllt und konnten mitgenommen werden. Sie waren lange haltbar. Das Problem war allerdings, dass die einmal geöffneten Blasen nicht wieder verwendet werden konnten.
Mit diesem Problem beschäftigte sich der Chemiker Rudolf Rempel.
Mit den Erkenntnissen von Guericke, Papin und Appert kam er auf die Idee, Lebensmittel in Gläsern zu sterilisieren. Mit Gummiring und einem Blechdeckel verschloss er die Gläser und machte die Nahrung wochenlang haltbar. Rempel starb  schon mit 34 Jahren. Sein guter Kunde Johann Weck hat von seiner Witwe dann das Alleinverkaufsrecht der Sterilisiergläser und Geräte erworben. Gemeinsam mit dem Kaufmann van Eyck gründete Johann Carl Weck am 01.01.1900 die Firma J. Weck u. Co. in Öflingen.

Die Weiterentwicklung des Einkochens

Das Einkochverfahren wurde mit Gummiring, Glasdeckel und Klammern verbessert. Lebensmittel werden so über Jahre haltbar. Die Tradition des Einkochens nahm seinen Lauf. Und erlebt in den letzten Jahren einen gewaltigen Boom. Den Weckgläsern ist es gelungen, nach wie vor als hochwertiges und bewährtes Produkt zu gelten.

Viele Haushalte hatten später auch einen Gefrierschrank/oder eine Truhe. Dennoch blieb das Einkochen aus guten Gründen beliebt. Und heute hat es wieder einen enorm gestiegenen Stellenwert. Das liegt auch an den enorm gestiegenen Energiepreisen.
Einkochen kostet nicht mehr Energie als einfrieren. Vielleicht müssen Sie sogar noch mit Energie auftauen, weil die Sachen nicht frühzeitig genug aus dem Gefrierschrank genommen wurden.

Und das entscheidende: Eingefrorenes benötigt wochen- und monatelang Energie, um eingefroren gehalten zu werden.
Eingekochtes benötigt nur einen dunklen, kühlen Platz Und auch Ihr Arbeitsaufwand ist beim Einkochen nicht grösser als beim Einfrieren. Einkochen spart uns Geld, Energie, den ganzen Verpackungsmüll von Folien und Packungsbeschichtung für Gefriergut. Angeschaffte Weck-Gläser sind wieder und wieder für unzählige Jahre verwendbar. Eingekochtes können Sie überall lagern, wo Sie Platz haben – im Schrank, im Regal, in Küche oder Keller. Sie können es sogar im Glas mitnehmen.
Eingefrorenes muss immer im Gefrierschrank bleiben. Es benötigt dort Platz und verbraucht Energie. Einmachgläser finden überall Platz und brauchen zur Lagerung auch keine Energie mehr.

Das alles sind überzeugende Argumente fürs Einkochen. Kommen wir aber nochmal zurück auf die Frage: Warum macht Einkochen so lange haltbar?

Das passiert beim Einmachen

Beim Erhitzen im Einmach-Prozess werden alle Mikro-Organismen wie Gärungskeime, Bakterien, Schimmelsporen etc abgetötet. Die sind für das Verderben der Lebensmittel verantwortlich.
Beim Einkochen werden die Zutaten direkt ins sterile Glas gegeben und mit einem Gummiring unter dem Deckel verschlossen. Dieser wird mit Klammern festgehalten. Die gefüllten Gläser werden in einem geschlossenen Topf erhitzt. Dabei wird das Einmachgut sterilisiert. Beim Abkühlen bildet sich ein konservierendes Vakuum. Wasserdampf und heisse Luft werden dabei herausgedrückt. Der Deckel wirkt wie ein Ablass-Ventil. Beim Abkühlen bildet sich im Glas ein Unterdruck, der Deckel und Glas luftdicht verschliesst.
Dunkel und kühl gelagert, bleibt das Einmachgut lange haltbar.

 

 

 

 

Wer kann einkochen?

Einkochen ist für JEDEN geeignet. Selbst für „Anfänger“.

Das Einkochen, das auch „Einwecken“ genannt wird, wird in den letzten Jahren immer beliebter. Das ist kein Wunder, denn es ist nicht nur sehr praktisch und spart Geld, sondern macht auch noch Freude!
Deshalb lohnt es sich auch für Menschen, die kein Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten haben. Sie kaufen Obst und Gemüse in der Jahreszeit, in der es reichlich und günstig zu bekommen ist – und schaffen sich so einen wunderbaren Vorrat für spätere Zeiten. Heutzutage gibt es von Weck alle Hilfsmittel, um schnell und unkompliziert selber einzukochen.

 

 

 

 

 

Was können Sie einkochen?

Grundsätzlich können Sie alle Obst- und Gemüsesorten problemlos einkochen. Auch vorgekochte Lebensmittel wie Fleisch, Suppen, Eintöpfe, Soßen und ganze Gerichte können Sie für einen längeren Zeitraum konservieren.

Kuchen und Gebäck lassen sich wunderbar einwecken. Selbst Brot backen und einwecken gelingt Ihnen - in nur einem Arbeitsgang. Sie werden garantiert Freude daran haben, in den Sommermonaten geerntetes Obst und Gemüse einzuwecken. Und sich damit für die Wintermonate selber einen schönen Vorrat zu schaffen.
Die Beschreibung der Einkochprozesse und viele tolle Rezeptideen finden Sie auf unserem Blog.
Dunkel und kühl gelagert halten Ihre selbstgemachten „Glaskonserven“ Monate bis zu mehreren Jahren.

 

 

 

 

Wie erkenne ich das erfolgreiche Einkochen?

Eine weitere Antwort auf die Frage „wieso ist Eingekochtes so lange haltbar?“ lautet: weil die Keime, die für eine Gärung verantwortlich sind, beim Einkochen abgetötet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Öffnen Ihres Einmachglases - durch Ziehen an der Gummilasche – hören Sie das typische „Plopp“-Geräusch. Es beweist das noch bestehende Vakuum und die Frische des Einmachgutes. Sie schaffen das perfekte Einmachen durch Beachten einfacher Regeln:

  • Ihr Einmachgut ist sauber und von guter Qualität.
  • Ihre Einmachgläser sind sterilisiert und intakt.
  • Das ist der Garant für ein gutes Gelingen.

Nach dem Abkühlen der Gläser entfernen Sie die Federklammern von den Weckgläsern. Durch den Unterdruck im Glas sitzt der Glasdeckel fest auf.
Der Deckel-Test: Heben Sie jedes (abgekühlte!) Glas vorsichtig am Deckel hoch. Sie merken, wenn ein Deckel nicht richtig aufsitzt!

Warum gehen manche Gläser nach Tagen oder Monaten auf?

Wenn ein Einkochglas den „Deckeltest“ bestanden hat, aber trotzdem nach Tagen oder auch nach Monaten aufgeht, dann haben sich im Inneren des Glases Gärungsgase gebildet. Dies kann passieren, wenn nicht alle Mikroorganismen durch den Einkochvorgang abgetötet wurden.
Wenn der Deckel also nicht mehr auf dem Glas aufsitzt, sollten Sie das Lebensmittel nicht mehr essen! Auch wenn es noch normal riecht und man keinen Schimmel sieht, kann das Lebensmittel verdorben sein und gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Wichtig für das Keimtöten beim Einkochvorgang ist die richtige Einkochzeit und die richtige Temperatur.
Im Weck-Shop finden Sie alle Informationen dazu in Büchern und natürlich auch das richtige Zubehör.

 

 

Mit einem Weck-Einkochautomaten ist Einwecken kinderleicht.

Hier in Kürze das Erfolgsrezept: Verwenden Sie Original WECK® Gläser.
Waschen Sie diese vor Gebrauch heiss aus und stellen sie kopfüber auf ein sauberes Küchentuch.
Die Gummiringe übergiessen Sie vor dem Einkochen mit heissem Wasser, gemischt mit einem Spritzer Essig. Lassen Sie die Mischung zwei bis drei Minuten einwirken. Dann geben Sie diese dann in heisses Wasser ohne Essig. Halten Sie den Glasrand, das Gummi oder den Deckel immer sauber und frei vom Einfüllgut. Verwenden Sie doch den WECK®-Einfülltrichter. Garantiert „kleckerfrei“!

 

 

 

 


Einkochen mit dem WECK® Einkochautomaten

  • Stellen Sie die richtig verschlossenen Gläser auf das mitgelieferte Einlegerost.
  • Die Weckgläser dürfen sich gegenseitig und den Topfrand berühren.
  • Sie dürfen die Gläser auch übereinander stapeln.
  • Füllen Sie danach Wasser ein.
  • Die Gläser sollten zu 3/4 im Wasser stehen.
  • Beachten Sie dabei auch die Wassertemperatur.
  • Wasser und Füllgut sollten die gleiche Temperatur haben.
  • Verwenden Sie für die genaue Ermittlung der richtigen Temperatur doch unser Stabthermometer.
  • Stellen Sie nun die gewünschte Temperatur am Automaten ein.
  • Nach dem Vorgang nehmen Sie die heissen Gläser sofort mithilfe des WECK®-Glasheber raus.
  • Stellen Sie die Gläser auf Handtücher.

Sie sehen – es ist wirklich leicht, sich selbst und der Familie diese Freude zu bereiten und einen wunderbaren Vorrat anzulegen.
Und gesund ist Eingekochtes allemal: Beim Einkochen von Obst und Gemüse verringert sich lediglich der Vitamingehalt der frischen Lebensmittel etwas. Vital- und Nährstoffe bleiben weitestgehend erhalten.





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